Der Thermoformungszyklus beginnt mit dem Vorheizen der Kunststofffolie, die auf eine Temperatur nahe dem Glasübergangspunkt des Materials gebracht wird. Dadurch wird das Material formbar, ohne zu schmelzen. Die erwärmte Folie wird dann in die Formstation befördert, wo sie durch die kombinierte Wirkung von Vakuum, Druck und teilweise auch mechanischer Unterstützung (z. B. Vorstreckstempel) in die Werkzeuggeometrie gezogen wird. In dieser Phase sind vor allem die Temperaturverteilung und die Verformungskontrolle entscheidend, um eine gleichmäßige Wanddicke sicherzustellen und Fehler wie Faltenbildung, Einfallstellen oder lokale Ausdünnung zu vermeiden.
Thermoformanlagen können nach zwei Prinzipien arbeiten:
Vakuumformung
Die Luft wird aus dem Werkzeug abgesaugt, sodass die Folie an die Formwände gezogen wird.
Druckluftformung Druckluft presst die Folie aktiv in das Werkzeug, was eine höhere Detailgenauigkeit ermöglicht.
Einige Maschinen kombinieren beide Verfahren und nutzen zusätzlich Stempel oder Gegenmatrizen, um das Material vorzustrecken und die Verteilung des Polymers weiter zu optimieren.
Nach dem Formen stabilisiert die kontrollierte Werkzeugkühlung das Bauteil und ermöglicht dessen Entnahme zum anschließenden Beschnitt oder Stanzen.
Der gesamte Prozess ist zyklisch und automatisiert und erfordert eine präzise Steuerung von Temperatur, Druck, Vakuum und Achsbewegungen, um gleichbleibende Qualität und hohe Produktivität zu sichern.